Trotz Digi­ta­li­sie­rung: Der Geschäfts­brief ist quick­le­ben­dig.

Ratin­gen, 23. März 2017. Wie wir kommu­ni­zie­ren, wie wir konsu­mie­ren, wie wir leben – die Digi­ta­li­sie­rung verän­dert unsere Welt. Im digi­ta­len Hier und Jetzt birgt der soge­nannte Connec­ted Consu­mer große Chan­cen für Unter­neh­men: Apps, Algo­rith­men und Avatare eröff­nen der Wirt­schaft neue Wege zum Kunden. Nicht zuletzt aufgrund daten­schutz­re­le­van­ter Themen hält sich eines aber analog: der Geschäfts­brief.

Immer mehr Menschen nutzen smarte Systeme und Geräte. Etwa 33 Milli­ar­den Objekte werden bis zum Jahr 2020 mitein­an­der vernetzt sein, Smart­pho­nes, Tablets, Laptops und PCs einge­rech­net, so die Unter­neh­mens­be­ra­tung Gart­ner. Mit 32 Milli­ar­den kommen die Markt­for­scher von Inter­na­tio­nal Data Corpo­ra­tion (IDC) auf eine ähnli­che Zahl. Sicher ist in jedem Fall: Ein nie gekann­ter Daten­strom umfließt die Welt.

Mitten­drin: der Mensch. Oder auf neudeutsch: der Connec­ted Consu­mer. Neue Tech­no­lo­gien macht er sich zu eigen, inte­griert sie in sein Leben und passt sie für jeden Lebens­be­reich an, stellt die Gesell­schaft für Konsum­for­schung (GfK) fest. Die Trans­for­ma­tion sei nicht nur umfas­send, sie geschehe auch in faszi­nie­ren­der Geschwin­dig­keit.

Daten­schutz im Visier

Was die Wirt­schaft freut, macht Daten­schüt­zern aller­dings Sorgen. Das zeigt beispiels­weise der aktu­elle Fall Cayla. Die inter­net­fä­hige Puppe wurde kürz­lich von der Bundes­netz­agen­tur verbo­ten. Mangelnde Verschlüs­se­lung in Kombi­na­tion mit sensi­blen priva­ten Infor­ma­tio­nen, schwa­che Pass­wör­ter und fehler­hafte Benut­zer­schnitt­stel­len könn­ten vernetzte Geräte zu einem Sicher­heits­ri­siko werden lassen. Die Folge: Jede Form der digi­ta­len Inter­ak­tion und elek­tro­ni­schen Kommu­ni­ka­tion birgt Risi­ken, wenn es um die Über­mitt­lung vertrau­li­cher Inhalte geht.

Geschäfts­post bleibt Vertrau­ens­sa­che

Offen­sicht­lich ist dieses Risiko erkannt: Nach einer Unter­su­chung des Digi­tal­ver­ban­des Bitkom bevor­zu­gen über 80 Prozent der mehr als 300 befrag­ten Unter­neh­men in Deutsch­land den analo­gen Geschäfts­brief, wenn es darum geht, sensi­ble Infor­ma­tio­nen zu über­mit­teln. „Der Geschäfts­brief ist quick­le­ben­dig“, bestä­tigt Michael Mews die Studi­en­er­geb­nisse. Vertrau­li­che Mittei­lun­gen und Verträge lande­ten weiter­hin im Brief­kas­ten der Empfän­ger, verschlüs­selte elek­tro­ni­sche Alter­na­ti­ven fänden kaum Reso­nanz, so der Chief Sales Offi­cer des führen­den alter­na­ti­ven Brief­dienst­leis­ters Postcon.

Die klas­si­sche Brief­sen­dung schnei­det im Vergleich zu E-Mails auch besser ab, wenn Serio­si­tät, Wert­schät­zung und Vertrau­ens­wür­dig­keit gefragt sind. Selbst Rech­nun­gen möch­ten viele Empfän­ger weiter­hin auf dem Post­weg erhal­ten.

So ist der Schrump­fungs­pro­zess auf dem Brief­markt fast zum Erlie­gen gekom­men: Mehr als 300 Milli­ar­den Briefe werden nach wie vor welt­weit analog verschickt. Nicht jede Entwick­lung ist also disrup­tiv, und die digi­tale Revo­lu­tion hat offen­sicht­lich ihre Gren­zen.

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Postcon

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Presse
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