Über 40 geflüch­tete Menschen arbei­ten bei Postcon: Arbeits- und Ausbil­dungs-Initia­tive erfolg­reich

Ratin­gen, 31. Juli 2018. Die Inte­gra­tion von Flücht­lin­gen wird eine der gesell­schafts­po­li­ti­schen Heraus­for­de­run­gen der kommen­den Jahre sein. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass sich diese Menschen eine Zukunfts­per­spek­tive aufbauen können, indem sie einen Arbeits­platz finden oder eine Ausbil­dung begin­nen. Wie bei Postcon: Deutsch­lands zweit­grö­ß­ter Brief­dienst­leis­ter beschäf­tigt Flücht­linge aus Afgha­nis­tan, Eritrea, Irak, Iran, Soma­lia und Syrien.

Rund zwei Jahre nach dem Start eines Inte­gra­ti­ons­pro­gramms hat Postcon mit 44 geflüch­te­ten Menschen einen Arbeits- oder Ausbil­dungs­ver­trag geschlos­sen, so das Resü­mee des Geschäfts­post-Spezia­lis­ten.

„Unsere neuen Kolle­gin­nen und Kolle­gen unter­stüt­zen uns in den Sortier­zen­tren Essen und Frank­furt, in der Münch­ner Konso­li­die­rung und in der Brief­zu­stel­lung an Rhein und Ruhr“, sagt Char­lotte Gemsa, Chief Human Resour­ces Offi­cer bei Postcon. „Hinzu kommen drei Auszu­bil­dende zur Fach­kraft für Kurier-, Express- und Post­dienst­leis­tun­gen (KEP).“

Mit der Postcon Arbeits- und Ausbil­dungs-Initia­tive eröff­net der Brief­dienst­leis­ter den viel­fach gut ausge­bil­de­ten und moti­vier­ten Flücht­lin­gen eine beruf­li­che und zugleich gesell­schaft­li­che Orien­tie­rung. Auch für weni­ger Quali­fi­zierte gebe es Perspek­ti­ven. Char­lotte Gemsa: „Mit einer quali­fi­zier­ten Einar­bei­tung in unsere Abläufe und Prozesse können wir auch Menschen ohne Schul­ab­schluss oder Ausbil­dung eine Arbeits­stelle anbie­ten.“

Darüber hinaus hat Postcon mit einem Spen­den­pro­gramm in der Rhein-Ruhr Region Sprach­kurse mit Kinder­be­treu­ung geför­dert, Geld­spen­den beim Bau einer Unter­kunft für geflüch­tete Menschen geleis­tet und die Weih­nachts­ak­tion der Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­ter der vergan­ge­nen Jahre im Unter­neh­men zuguns­ten von geflüch­te­ten Kindern umge­setzt.

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In Koope­ra­tion mit den örtli­chen Jobcen­tern und der Agen­tur für Arbeit setzt Postcon dieses Enga­ge­ment fort: Freie Stel­len bieten die Post­pro­fis unter www.bewe­gen-sie-uns.de an.

Der Brief­dienst­leis­ter ist außer­dem Unter­zeich­ner der „Charta der Viel­falt“, Mitglied des Netz­werks „Wir zusam­men“ und der Initia­tive „Unter­neh­men inte­grie­ren Flücht­lin­ge“. Davon profi­tie­ren Postcon und Inter­es­sierte glei­cher­ma­ßen, wie Gemsa bestä­tigt: „Der konti­nu­ier­li­che Austausch von Erfah­run­gen und Wissen mit den Netz­werk­part­nern hilft uns, unsere Joban­ge­bote an den rich­ti­gen Stel­len zu plat­zie­ren. Denn leider kommen Inter­es­sierte und Unter­neh­men gar nicht so einfach zuein­an­der, wie man vermu­ten würde. Der persön­li­che Kontakt zu den rele­van­ten Akteu­ren und Ehren­amt­li­chen ist dabei für uns von hoher Bedeu­tung.“ Dies bestä­tigt sich auch im persön­li­chen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ment vieler Postcon Kolle­gin­nen und Kolle­gen.

Bild­un­ter­schrift: Der Syrer Ahmad A. fand nach der Flucht aus seiner Heimat eine Stelle bei Postcon im Sortier­zen­trum in Essen.

Foto: Postcon

 

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